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#WomanInScience

LT1 besucht FFoQSI-Forscherinnen in Wels

12/2023. In Kooperation mit dem UAR-Netzwerk öffneten zwei FFoQSI-Jungsforscherinnen bereits im Sommer dem LT1 Kamerateam ihre Labortüren – der informative Videoschnitt wurde mit Ende 2023 ausgestrahlt!

Die zwei FFoQSI-Nachwuchsforscherinnen Cecilia Nicoletti und Lea Karlsberger am FFoQSI-Standort Wels erlaubten dem LT1 Kamerateam einen Einblick in ihre spannenden Forschungsaktivitäten für ein nachhaltiges Ernährungssystem von morgen! Das Videoergebnis, welches in Kooperation mit dem UAR-Netzwerk entstand, kann auf dem FFoQSI YouTube-Channel abgerufen werden:

 

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Lea Karlsberger nimmt Pflanzenwirkstoffe unter die Lupe

Das EU-weite Verbot der Verwendung von Antibiotika als Wachstumsförderer in Futtermitteln führte zu einer intensiven Suche nach natürlichen, pflanzlichen Alternativen. Die Jungforscherin Lea Karlsberger, MSc. konnte im Rahmen des COMET K1 Zentrum FFoQSI – Kompetenzzentrum für Feed and Food Quality, Safety and Innovation aus dem UAR Innovation Network bereits verschiedenste bioaktive Wirkungsweisen von Braunalgen nachweisen. Nun hat sie sich zum Ziel gesetzt, die Bioaktivität dieser Braunalgen zu optimieren, um Tiergesundheit nachhaltig zu verbessern.

„Seit dem Verbot antimikrobieller Wachstumsförderer in der Tierproduktion in der EU rücken natürliche, pflanzliche Alternative in den Forschungsfokus. Bestimmte pflanzliche Wirkstoffe, „Phytochemikalien“ genannt, können die Darmgesundheit und Wachstumsleistung von Nutztieren verbessern, weshalb sie als Futtermittelzusätze verwenden werden. In den letzten Jahren haben Meerespflanzen wie Makroalgen (Seetang) aufgrund ihrer antioxidativer, entzündungshemmender oder antibiotischer Wirkung Aufmerksamkeit erregt. In Braunalgen sind die dafür verantwortlichen Phytochemikalien vorwiegenden Polyphenole namens Phlorotannine, die hohe strukturelle Komplexität und Molekulargewichte aufweisen können. Um im Tier eine biologische Wirkung zu entfalten, müssen die dem Futter zugesetzten bioaktiven Inhaltsstoffe die Darmbarriere des Tieres passieren und am Wirkungsort verfügbar sein. Jedoch limitiert der hohe Polymerisationsgrad der Phlorotannine ihre Aufnahme im Darm, wodurch gesundheitsfördernde Wirkungen reduziert werden. Im Vordergrund meines FFoQSI Forschungsprojekts in der Arbeitsgruppe rund um Dr. Julian Weghuber steht deshalb die Steigerung der Bioverfügbarkeit und Bioaktivität durch Biotransformation von pflanzlichen Wirkstoffen, die als Futtermittelzusatz zur Verbesserung der Tiergesundheit beitragen können“.

 

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Cecilia Nicoletti stellt Responsible Food Packaging in den Fokus

Der Online-Lebensmittelhandel in Österreich erfreut sich wachsender Beliebtheit. Produkte werden dabei typischerweise in Einwegversandverpackungen geliefert und von den Konsument:innen entsorgt. Dies führt zu intensivem Ressourcenverbrauch und hohen Abfallmengen. Innovative Lösungen „vom Feld zum Teller“ sind das Forschungsziel des COMET K1 Zentrum FFoQSI – Kompetenzzentrum für Feed and Food Quality, Safety and Innovation aus dem UAR Innovation Network. In einem seiner Projekte hat sich Jungforscherin Cecilia Nicoletti, MSc. zum Ziel gesetzt, eine umweltfreundliche Verpackungslösung für den gekühlten Lebensmittelversand zu etablieren.

„Im Lebensmittelonlinehandel spielt, gerade bei gekühlten und tiefgekühlten Produkten, die Wahl einer Mehrwegverpackung inklusive einer geeigneten, ressourcenschonenden, lebensmittelechten und nachhaltigen Isolierlösung eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund haben wir das Projekt Responsible Food Packaging, kurz ResPac, ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ResPac ist es, einen Zero Waste Logistikkreislauf für den Lebensmittelonlinehandel zu initiieren. Hierzu wird die Mehrwegbox von hey circle im Sinne der Circular Economy mit geeigneten, ressourcenschonenden, lebensmittelechten und nachhaltigen Isolierlösungen ausgestattet und auf ihre Marktfähigkeit getestet. Die Bündelung des vorhandenen Knowhows zwischen dem Logistikum Steyr und der Forschungsgruppe FFoQSI, die beide an der FH Oberösterreich tätig sind, sowie dem Start-up hey circle ermöglicht es, innovative wie auch praxistaugliche Lösungen zu entwickeln und damit das Einsparungspotential von Verpackungsabfall entlang der E-Grocery Logistikkette aufzuzeigen. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt zeigt damit auch, wie anwendungsorientierte Forschung in Hinblick auf wirtschaftliche, aber auch gesellschaftliche Herausforderungen umgesetzt werden kann“.

 

 

 © Header: Screenshot Youtube LT1 Beitrag, Portraitfotos: Lea Karlsberger, Cecilia Nicoletti

 

Austrian Competence Centre for Feed and Food Quality, Safety and Innovation

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